UROGYNÄKOLOGIE

Beckenbodenschwäche und Inkontinenzproblematik sind sehr weit verbreitete Probleme und können die Lebensqualität der Frauen signifikant einschränken. Ca. jede dritte Frau ist im Laufe ihres Lebens mit einer solchen Problematik konfrontiert. Oft wird dieses Thema von den Patientinnen lange nicht thematisiert und dadurch oft erst bei großem Leidensdruck und fortgeschrittenen Symptomen angesprochen. Aber auch hier gilt- je früher desto besser.  Deswegen haben sie bitte keine Hemmungen ihre Frauenärztin diesbezüglich anzusprechen. Wichtig ist eine genaue Diagnose zu stellen um eine zielgerichtete Therapie einleiten zu können.



Abklärung der folgenden Krankheitsbilder bzw. Beschwerden:

  • Harninkontinenz (Belastungsinkontinenz,
    Dranginkontinenz, Mischinkontinenz)

  • Stuhlinkontinenz

  • Deszensus (Senkung der vorderen bzw. hinteren
    Vaginalwand/ Blase bzw Darm, Gebärmuttersenkung)

 


Diagnostische Möglichkeiten:

  • Basisabklärung inkl. gynäkologische Untersuchung

  • Miktionsprotokoll (Blasentagebuch und Auswertung)

  • Perinealultraschall ( Ultraschall zur Beurteilung der Harnröhre, Blase und des Beckenbodens)

  • Urodynamische Untersuchung inkl. Uroflowmetrie (im Hanusch KH)

     

THERAPIEMÖGLICHKEITEN, die ich Ihnen anbieten kann:

Nach einer eingehenden Untersuchung wird eine individualisierte Therapie für jede Patientin erstellt. Besonders in der Urogynäkologie müssen der jeweilige Therapiewunsch und der jeweilige Leidensdruck der Patientin in die Therapieentscheidung einfließen, da die die Probleme und Vorstellungen individuell sehr unterschiedlich sind und deswegen eine sehr an die Situation angepasste Therapie notwendig ist.  Zeit, Zuhören und Verständnis sind für einen guten Therapieplan die Grundvorrausetzung!


Konservative Therapien erfassen insbesondere die physikalische Therapie im Sinne von Beckenbodentraining durch spezialisierten Physiotherapeutinnen, sowie Pessartherapie (Ringpessar, Würfelpessar, Schalenpessar) und medikamentöse Therapien. Abgerundet wird das konservativ- therapeutische Angebot durch Verhaltenstherapien wie Toilettentraining, Trinkverhalten- und Ernährungsberatung.


Operative Therapiemöglichkeiten umfassen Deszensuschirurgie (z.B. vaginale Hysterektomie, vordere und hintere Kolporrhaphie, sacrospinale Fixation nach Amreich- Richter) sowie spannungsfreie suburethrale Vaginalbänder
( z.B. TVT–O) und Bulkamidinjektionen. Diese Therapiemöglichkeiten können von mir, wenn nötig, im Hanusch Krankenhaus durchgeführt werden.

Grundsätzlich gilt in der Urogynäkologie: konservativ vor operativ!